Lese-Kunst-Woche

Lesekunstwoche 2015

 

Bericht der Aachener Nachrichten vom 18.12.2015:

 

Lesewoche an der Astrid-Lindgren-Schule

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Viel gelesen, gebastelt, gemalt: Kinder der Astrid-Lindgren-Schule.

ESCHWEILER-HÜCHELN.Was passiert eigentlich bei einem Wutausbruch? Was kann man dann tun? Wie gehe ich damit um, wenn mich jemand aufgrund meiner Hautfarbe ärgert? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Schüler der Astrid-Lindgren-Schule in Hücheln in ihrer Lesekunstwoche.

Die Astrid-Lindgren-Schule ist eine Schule, in der Kinder mit einem besonderen Förderbedarf im Bereich emotionaler und sozialer Entwicklung von der 1. bis zur 6. Klasse unterrichtet werden. Bei der Lesekunstwoche wurde in den Klassen, die aus höchstens acht Kindern bestehen, kindgerechte Literatur gelesen. Dabei waren u.a. „Der wütende Zauberer“, „Milchkaffee und Streuselkuchen“, und für die Kleineren ein Janosch Buch: „Emil-Grünbär auf dem Bio-Bauernhof“, sowie das Indianerbuch „Fliegender Pfeil“.

Nachdem die Bücher gelesen wurden, sprachen die Kinder im Unterricht ausgiebig mit ihren Lehrern über deren Inhalte. Zu den Themen wurde dann gebastelt, gemalt, gefilzt und Arbeitsblätter bearbeitet. Sichtlich stolz zeigten jeweils die Klassensprecher im Lehrerzimmer dann die Bücher, das Gebastelte und Gemalte in ihrer Abschlusspräsentation.

Die Klasse, die das Buch „Der wütende Zauberer“ behandelte, filzte einen „Wutbeutel“. Das Buch handelt von einem kleinen Zauberer, der oft wütend wird, wenn etwas nicht klappt – ein Gefühl, mit dem sich wohl viele Kinder gut auskennen. Deswegen erarbeiteten die Kleinen zunächst, was passiert wenn man wütend wird und griffen dabei auch den Zauberspruch des kleinen Zauberers aus dem Buch auf: „Wut tut nicht gut“. Schließlich schrieben sie ihre Tricks auf, wie man Wut besiegen kann. In ihren neuen „Wutbeutel“ stecken die Kinder ab sofort immer Zettel, auf denen sie aufschreiben können, was sie wütend macht. Wenn die Zettel rausgeholt werden, sprechen die Kinder gemeinsam mit ihren Lehrern und im Klassenverband darüber, was sie wütend gemacht hat.

Ein weiteres Thema war Rassismus. Mit dem Buch „Milchkaffee und Streuselkuchen“, in dem es um die Konkurrenz und zwischen einem schwarzen und einem weißen Jungen geht, wurden den Kindern nicht nur nahegelegt, wie man sich in Konfliktsituationen verhalten sollte, es zeigte auch, wie unsinnig es ist, Menschen nach der Hautfarbe zu beurteilen. Schließlich schließen die beiden Jungen in der Geschichte auch Freundschaft – obwohl sie sich vorher nicht leiden konnten. Die jüngeren Kinder lasen Bücher zu den Themen Bauernhof und Indianer. Die Schüler der „Bauernhofgruppe“ besuchten in ihrer Lesekunstwoche sogar passend zu ihrem Buch „Emil Grünbär auf dem Biobauernhof“ einen echten Biobauernhof. Sie durften sogar Schafwolle mitnehmen und bastelten damit kleine Schafe. Außerdem gestalteten sie aus Knete ganze Miniatur-Bauernhöfe mit Ställen, Wiesen, Bäumen und allerlei Tieren. Auch die „Indianergruppe“ hatte ihre Fantasie bemüht: Sie hatten u.a. Federhaarschmuck und Trommeln gebastelt.

 

Lese- Kunst- Woche 2014

LKWWie in jedem Jahr, so fand auch in diesem Schuljahr unsere die Lese- Kunst- Woche statt. Alle sechs Lerngruppen arbeiten eine Woche zu einem Thema aus dem Bereich Literatur  und oder Kunst.

Der Kreativität in der Themenwahl und Umsetzung  waren hier keine Grenzen gesetzt. So war für alle Lerngruppen und Kollegen der ALS der besondere Reiz die Überraschung  am Ende der Lese- Kunst –Woche, wer was gemacht hatte. Die Ergebnisse wurden wie auch bereits in den vergangenen Schuljahren in einer gemeinsamen Ausstellung in der Schule präsentiert. Alle Projekte hatten in diesem Jahr ihren Ursprung in einem Kinderbuch.

Die Lerngruppe „Kinder aus der Krachmacherstraße“ arbeiteten zu dem Kinderbuch Elmar, sie gestalteten einen Pappmaschee-Elmar und erfuhren, neben Anderem, wie viel ein Elefant im Vergleich zu einem Menschen täglich trinken muss.

Die Lerngruppe „Villa Kunterbunt“ schaute sich auf der Grundlage des Kinderbuches „Das Monster vom blauen Planeten“, die Menschen aus einer anderen Perspektive an.

„Meine Oma lebt in Afrika“ wurde von den Lerngruppen „Michel“ und „Wilddruden“  gelesen und es entstanden Arbeitsergebnisse zu den Themen; Wohnen, Armut, Musik und Ernährung in Afrika.

Die Lerngruppen „ Löwenherzen“ und „Räuber“ entwickelten auf der Grundlage des Kinderbuches „das kleine und das große Nein“ Fotogeschichten in denen sie im szenischem Spiel erfuhren, dass es notwendig ist ein klares und deutliches Nein zu sagen, um sich zu behaupten und persönliche Grenzen auf zu zeigen.

Da die diesjährige Lese- Kunst- Woche wieder eine großer Spaß für die gesamte Schülerschaft und das Kollegium der ALS war, freuen sich alle sehr auf die Nächste im kommenden Schuljahr.